...stets aktuelle Informationen
rund um das Sachverständigenwesen.“

Werbung mit "Geprüfter und/oder zertifizierter Sachverständiger"

Eine Werbung mit Hinweisen auf eine Prüfung und/oder Zertifizierung von Personen muss den angesprochenen Verkehrskreisen klar kommunizieren, wer von wem und wofür geprüft oder zertifiziert wurde.


Wie dürfen IfS-zertifizierte Sachverständige werben?

1.  Verbindliche Textmuster schützen vor Abmahnung


Die IfS Zert hat für die zertifizierten Sachverständigen verbindliche Textmuster in die mit den Vertragspartnern vereinbarten Zertifizierungsbedingungen (siehe Seiten 10 und 11) aufgenommen. Danach haben Hinweise auf die Zertifizierung Folgendes zu beinhalten:
 

Zertifizierte(r) Sachverständige(r) (IfS-Zert) (Zusatz „IfS-Zert“ notwendig, sofern Logo nicht verwendet wird) für Kraftfahrzeugschäden und –bewertung, IfS GmbH

oder

von IfS GmbH zertifizierte(r) Sachverständige(r) (IfS-Zert) (Zusatz „IfS-Zert“ notwendig, sofern Logo nicht verwendet wird) für Kraftfahrzeug­schäden und –bewertung.

 

Weitere Tipps zur Werbung mit der Sachverständigentätigkeit enthält die IfS-Broschüre „Mit Sachverstand werben“. Hier finden Sie zusätzlich Hinweise zur Werbung im Internet sowie in Social Media, und Sie erhalten konkrete Vorschläge zum Bekanntwerden.

 

2.  Eine „Zertifizierung gemäß oder nach DIN EN ISO/IEC 17024“ existiert nicht


Mehrfach wurde bereits die Werbung von Sachverständigen mit der Angabe „zertifiziert nach oder gemäß ISO 17024“ abgemahnt. Zurecht, denn die Norm gilt nicht für die Sachverständigen, sondern regelt Anforderungen an die Zertifizierungsstelle. Deren Einhaltung wird bei vorhandener Akkreditierung in Deutschland von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) regelmäßig überprüft. Als Zertifizierungsanforderung an die Sachverständigen gilt das von der Zertifizierungsstelle angewendete Zertifizierungsprogramm, im Fall der IfS Zert, das Programm Sachverständige für Kfz-Schäden und –Bewertung.


DIN EN ISO/IEC 17024 – Die Akkreditierungsnorm für Personenzertifizierungsstellen


Diese Norm enthält allgemeine Anforderungen an Stellen, die Personen zertifizieren. Dazu gehören:

  • Allgemeine Anforderungen (insbesondere zur Unparteilichkeit der Zertifizierungsstelle)
  • Strukturelle Anforderungen
  • Anforderungen an Ressourcen
  • Anforderungen an Aufzeichnungen und Informationen
  • Anforderungen an Zertifizierungsprogramme und -prozesse (Geltungsbereich, Tätigkeits- und Aufgabenbeschreibung, geforderte Kompetenz, Fähigkeiten, Voraussetzungen, Verhaltenskodex, Kriterien für die Erst- und Rezertifizierung, Begutachtungsverfahren, Überwachungsverfahren, Kriterien zur Aussetzung und Zurückziehung der Zertifizierung)
  • Managementsystemanforderungen
     

Wichtig zu wissen:

  • DIN EN ISO/IEC 17024 ist keine Zertifizierungsnorm, auf deren Grundlage Sachverständige zertifiziert werden und die fachliche und persönliche Anforderungen an Sachverständige festlegt; sie ist eine Akkreditierungsnorm, die Anforderungen an die Struktur und Verfahrensweise der Zertifizierungsstelle beschreibt, deren Einhaltung für eine gültige Akkreditierung gegenüber der DAkkS nachgewiesen werden muss.
  • Das Zertifizierungsprogramm, das das fachliche und persönliche Anforderungsprofil für die Zertifizierung von Sachverständigen festschreibt, wird von der Zertifizierungsstelle definiert. Dabei hat sie zwar die Anforderungen der Akkreditierungsnorm DIN EN ISO/IEC 17024 einzuhalten (Geltungsbereich, Tätigkeits- und Aufgabenbeschreibung, geforderte Kompetenz, Fähigkeiten, Voraussetzungen, Verhaltenskodex, Verfahrensregeln und -kriterien); die konkrete Ausgestaltung der geforderten fachlichen und persönlichen Voraussetzungen für eine Zertifizierung schreibt die Zertifizierungsstelle aber selbst fest. Das führt dazu, dass es auf dem Markt unterschiedliche Zertifizierungsprogramme gibt, auch wenn die Zertifizierungsstellen nach DIN EN ISO/IEC 17024 nach gleichen Kriterien von der DAkkS akkreditiert sind.